RWE Klimaschutzpreis
Bereits zum 12. Mal konnte die Gemeinde Finnentrop zusammen mit RWE Deutschland den „RWE Klimaschutzpreis“ überreichen. Das besonders in diesem Jahr: Er wurde gleich für zwei Jahre verliehen. Im Jahre 2010 hatte die Jury beschlossen, keinen Preis zu vergeben, weil vorwiegend Planungen als Beiträge eingereicht worden waren. „Wir haben dann erst abgewartet, ob sie umgesetzt wurden“, so Bürgermeister Dietmar Heß. Das ist nun geschehen und so gab es bei der Preisverleihung Sieger aus dem Jahre 2010 und aus dem Jahr 2011.
„Wir wollen den Preis für Leistungen vergeben, die im besonderen Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen in der Gemeinde Finnentrop beitragen“, so heißt es in der Ausschreibung zum Wettbewerb. Gefragt sind also konkrete Aktivitäten zum Natur- und Umweltschutz. Welche letztlich mit einem Preis ausgezeichnet wurden, das entschied die Bewertungskommission, bestehend aus Bürgermeister Dietmar Heß, Reiner Hirschhäuser und Markus Ebert (RWE Deutschland), Jens Nagel (Vorsitzender des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses), Aloys Weber (erster Beigeordneter) und Brigitte Kümhof (Fachkraft für Umweltschutz).
Der Klimaschutzpreis 2010 ging an Markus und Stefan Eckert aus Ostentrop. Die Brüder bekamen jeweils 500 Euro, denn sie haben zwei Fachwerkhäuser im Ortskern von Ostentrop unter Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten saniert. So hat Stefan Eckert unter anderem eine 20KW Fotovoltaikanlage auf dem Dach und beheizt das Haus mit einer Pelletheizung. Markus Eckert hat ebenfalls eine 20KW Fotovoltaikanlage auf dem Dach und für das Frühjahr ist eine Solarthermie Anlage geplant. Die Heizung im Haus soll auf jeden Fall auf Biomasse Basis funktionieren. Noch ist hier nicht alles fertig, aber Markus Eckert bewohnt schon mit seiner Familie einen Teil des Hauses.
Für das Jahr 2011 konnte der RWE Klimaschutzpreis an drei Initiativen vergeben werden. So bekam der Kindergarten Panama aus Bamenohl 250 Euro für sein Projekt „Kräuterschnecke“. Die Kinder bauten eine eigenen Kräuterschnecke, bepflanzten diese und mussten später leider feststellen, dass nach den Sommerferien das Unkraut überhand genommen und die Schnecken die Kürbispflanzen gefressen hatten. Aber die Kinder setzten alles wieder in Stand und freuen sich auf den kommenden Frühling, wenn die Aussaat erneut beginnt.
Mit 250 Euro war auch der Preis für das Kinder- Jugend- und Kulturhaus Finnentrop und ihrem Projekt „Ein sauberes Haus ist eine Visitenkarte“ dotiert. Monika Holthöfer, Sozialarbeiterin im Haus, hatte das Projekt rund um das Thema Müll, Mülltrennung und Vermeidung initiiert. Ein eigens entworfenes Müllmemory zeigt, welcher Müll in welche Tonne gehört. „Das ist besonders für die Kinder der Grundschule gedacht“, so Monika Holthöfer.
500 Euro bekam als dritter Preisträger 2011 das Ehepaar Mechthild und Heinz Immekus aus Fehrenbracht. Sie haben unter dem Stichwort „Natur und Umwelt“ der Gemeinde Finnentrop eine Enzyklopädie der heimischen Fauna und Flora erstellt, die auch auf der Internetseite der Gemeinde verlinkt ist. Hier findet man alles, was in der Gemeinde wächst und lebt. „Ein Klick lohnt sich hier ganz besonders“, so Dietmar Heß.
