Gelegen an der Berührungsstelle von Hoch-, Süd- und Märkischem Sauerland zeichnet sich diese Gemeinde durch die vielfältige Landschaft, die malerischen Dörfer und die Betriebsamkeit ihrer Bewohner aus. Die Notwendigkeit ständigen Wandels wird in der Gemeinde an vielen Stellen sichtbar. Neues muss geschaffen werden, ohne altes zu vernachlässigen. So prägt nicht nur das Fachwerk alter Dörfer das Gesicht der Gemeinde, sondern ebenso entwickelt sich seit Ende der 60er Jahre, in mehreren Ausbaustufen geplant das neue Zentrum auf dem Bergplateau über dem Lennetal mit Schul- und Sportzentrum, Rathaus, Erlebnisbad, Geschäften und vielfältiger Wohnbebauung.
Der heutige Zentralort ist ein Kind des Industriezeitalters und der Eisenbahn, hervorgegangen aus der Haltestelle jenes Ortes, der heute "Altfinnentrop" heißt. Dadurch verlagerte sich der wirtschaftliche Schwerpunkt vom Frettertal an den Rand der damaligen Gemeinde ins Lennetal. Hier entwickelte sich in dem bis dahin stark landwirtschaftlich geprägten Gebiet eine mittelständisch geprägte Eisenindustrie.Mit ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung erwiesen sich die Möglichkeiten der Wasserkraftnutzung. Aus Getreidemühlen wurden Hammerwerke und später die Stromerzeugung. Die Gemeinde Finnentrop selbst kann auf keine lange Geschichte zurückblicken. Sie entstand erst 1969 im Zuge der kommunalen Neugliederung. Hier erfolgte sogar ein Zusammenschluß über Kreisgrenzen hinweg. Trotzdem entstand hier kein künstliches Gebilde, denn es wurde nur nachvollzogen, was sich auf anderer Ebene entwickelt hatte.
Die mehr als 40 Dörfer der Gemeinde sind teilweise schon über 900 Jahre alt,
in fast allen größeren Ortschaften befand sich früher ein Adelssitz oder Lehnsgut. Überdauert haben davon drei Schlösser, die noch immer von Nachkommen ihrer früheren Besitzer bewohnt werden.
Seit dem Eisenbahnbau sicherten für fast ein Jahrhundert Eisenindustrie, Kalkabbau, Holzverarbeitung und Viehwirtschaft den Menschen dieser Region Arbeit und Brot. Schon kurz nach 1900 erloschen
die Hochöfen und später verschwanden auch die Kalkwerke. Neue Industriezweige traten an deren Stelle. Die traditionsreiche Holzbe- und -verarbeitung allerdings hat sich modernen Bedürfnissen angepaßt.
Nicht nur dort schritt die Entwicklung voran. Heute prägen zahlreiche Betriebe verschiedenster Branchen und unterschiedlichster Größe das Bild der Industriegebiete. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis von vier Jahrzehnten vorausschauender Kommunalpolitik und Industriean siedlung. Die so betriebene Optimierung von
Entwicklungsbedingungen sichert vorhandene und schafft neue Arbeitsplätze.
So stellt die Gemeinde Finnentrop ein gelungenes Beispiel für die ständige Erneuerung im Wirtschaftsgefüge einer Gemeinde dar. Eingerahmt werden Wohn- und Arbeitsplätze von Wald, der mehr ist als ein Rohstofflieferant. Über 60% der Gemeindefläche nimmt er ein.
Dazwischen ist auch noch Platz für idyllische Wiesentäler, denn die verhältnismäßig geschlossene Siedlungsstruktur läßt Platz für viel Natur. Die Gemeinde hat Anteil an den beiden Naturparken "Ebbegebirge" und "Homert". Nicht umsonst herrscht im Gemeindewappen die Farbe "Grün" vor. Mehr als 500 km gekennzeichnete Wanderwege erschließen Besuchern wie Einheimischen die Natur. Dem ganz passionierten Wanderfreund empfiehlt sich der 90 km lange Finnentroper Rundwanderweg, der in beliebig viele Etappen aufgeteilt werden kann und zu den schönsten Flecken der Gemeinde führt. Wer sich lieber mit dem Fahrrad fortbewegt hat z.B. mit dem Radweg auf der alten Bahntrasse im Frettertal , die mit einigen Ausstattungsstücken aus ihrer früheren Betriebszeit versehen ist, ein geeignetes Betätigungsfeld.
Je nach Kondition empfehlen sich bei nicht ganz so gutem Wetter z.B. das Erlebnisbad Finto oder die Heimatstube in Schönholthausen - oder beides.
