Gemeinde Finnentrop ist dem landesweiten Netzwerk „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte“ beigetreten
Konzept soll in Finnentrop auf den Weg gebracht werden
Finnentrop. Im Sommer letzten Jahres hatte sich die Gemeinde Finnentrop als einzige Kommune im Kreis Olpe am Wettbewerb „Aktion Klima plus – NRW-Klimakommune der Zukunft“ beteiligt. Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW (MUNLV NRW) hatte die Förderung einer Modellkommune im ländlichen Raum in Aussicht gestellt. Die Förderung verfolgte den innovativen Ansatz, Maßnahmen der Vermeidung von Treibhausgasemissionen und Maßnahmen der Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels in ein klimapolitisches Gesamtkonzept zu integrieren. Gegenstand der Förderung war die Entwicklung und Umsetzung eines beispielhaften „Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes“ in der Modellkommune.
Insgesamt 56 Städte und Gemeinden nahmen am Wettbewerb teil. Die Stadt Bocholt und die Gemeinde Saerbeck konnten die Jury überzeugen und teilen sich nun den Titel „NRW-Klimakommune der Zukunft“.
Einige Städte und Gemeinden, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, aber leider nicht als Modellkommune ausgewählt wurden, wollen sich nun in einem Netzwerk „Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte“ zusammenschließen. Bürgermeister Dietmar Heß hat bereits den Beitritt der Gemeinde Finnentrop zum Netzwerk unterschrieben.
Das Ministerium möchte ganz gezielt die Städte und Gemeinden, die im Rahmen des Wettbewerbes viel Initiative gezeigt haben, unterstützen. Das kommunale Netzwerk soll vom Land mit insgesamt 300.000,- € gefördert werden.
Kernaufgabe des Netzwerkes ist die Begleitung der Mitgliedskommunen bei der Erarbeitung und beim Aufbau von Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden sollen dabei über einen Lenkungskreis ihrem Bedarf entsprechend selber Themen setzen und das Netzwerk aktiv mitgestalten. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks wird vom Städte- und Gemeindebund NRW eingerichtet und betrieben.
Die Auswirkungen des Klimawandels berühren nahezu alle Bereiche der Gesellschaft. Klimapolitik erfordert somit als Querschnittsaufgabe sowohl ein ressortübergreifendes Handeln der Verwaltung als auch eine Zusammenarbeit mit allen relevanten gesellschaftlichen Akteuren. Insbesondere den Kommunen als lokale und bürgernahe Handlungsebene kommt in der Klimapolitik eine bedeutende Rolle zu.
Finnentrop ist bekannt als Gemeinde der Wasserenergie. Ein großes Holzheizwerk versorgt seit Jahren Schul- und Gemeindezentrum mit erneuerbarer Energie. In geringem Umfang wird Energie aus Windkraft gewonnen, vor allem aber die Solarenergie ist auf dem Vormarsch. Der Beitritt zum Netzwerk soll Impulse geben, um gemeinsam mit den Bürgern, aber auch Industrie und Gewerbe zu einem konsequenten und nachhaltigen Ausbau dieses Weges zu gelangen.
