Keine kurzfristige Kooperation mit der Telekom bei der Verbesserung der Breitbandversorgung in der Gemeinde Finnentrop
Finnentrop.
Die Deutsche Telekom hat der Gemeinde Finnentrop mitgeteilt, dass sie der Gemeinde Finnentrop kein Angebot zum DSL-Ausbau über Festnetz unterbreiten wird. Mit dieser Absage hat die Deutsche Telekom langwierige Verhandlungen und intensive Gespräche über festnetzgestützte Verbesserungsmöglichkeiten der Breitbandversorgung einseitig beendet.
Obwohl in der Gemeinde Finnentrop bereits 98 % der Kunden einen leitungsgebundenen DSL-Anschluss bekommen können, hatte die Gemeinde Finnentrop seit langem Gespräche mit der Telekom zur Optimierung der Breitbandversorgung geführt. Die Telekom hatte Anfang 2009 zugesagt, der Gemeinde Finnentrop hierzu kurzfristig konkrete Angebote als Grundlage für Kooperationsverträge zu unterbreiten. Diese Zusage hat die Telekom nun mit der Begründung zurückgezogen, dass ihre Gesamtinvestitionen in den Breitbandausbau aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur reduziert werden müssten.
Insbesondere wegen der durch die Bundesnetzagentur festgesetzten Absenkung von Entgelten für die Nutzung der Leitungen der Telekom stünden weniger Investitionsmittel zur Verfügung.
Die Gemeinde Finnentrop wird daher alternative Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung der Breitbandversorgung ggf. auch in Kooperation mit anderen Anbietern anstreben.
Unabhängig hiervon hatte die Telekom zugesagt, dass in der Gemeinde Finnentrop bis zum Herbst 2009 die bestehenden Kabelverzweiger technisch umgerüstet werden und damit eine ausreichende Zahl von leitungsgebundenen DSL-Anschlussmöglichkeiten vorliegen wird. Die bisher häufig vorgebrachte Begründung der Telekom, dass „Ports“ nicht zur Verfügung stehen, sollte dann der Vergangenheit angehören.
