Finnentrop
Auch in diesem Jahr lobten die Gemeinde Finnentrop und die RWE Rheinland Westfalen Netz AG den „RWE-Klimaschutzpreis“ aus. Für die Gemeinde Finnentrop war es bereits der 10. Wettbewerb um die begehrten Urkunden und natürlich auch die damit verbundenen Geldpreise. RWE-Repräsentant Reiner Hirschhäuser und Bürgermeister Dietmar Heß konnten in diesem Jahr vier Gruppen und eine Familie mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet werden, auf die insgesamt 1000 Euro Anerkennungsgeld verteilt wurden. Vergeben wird der Preis für Leistungen, die im besonderen Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen in der Gemeinde Finnentrop beitragen. Mit einer gerahmten Urkunde und 100 Euro wurde die Jugendabteilung des Angelsportvereins „Früh-Auf“ Rönkhausen bedacht. Die acht Mitglieder hatten im Frühjahr auf insgesamt 14 Kilometer Lenne beide Ufer von angeschwemmtem Unrat gesäubert und außerdem 40 Nistkästen gebaut, aufgehängt und gewartet. Jeweils 200 Euro gingen an die Jugendfeuerwehr Ostentrop für ihr Projekt „Vogel- und Fledermauskästen“ sowie an den Kindergarten St. Matthias aus Fretter für sein Projekt „Wasserdetektive unterwegs“ und an den Kindergarten Panama in Bamenohl für sein Projekt „Erde“. Der erste Preis, dotiert mit 300 Euro, ging an Stefan und Johannes Schröder aus Ostentrop. Ihr „Objekt“ ist ein 230 Jahre altes denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, in dem die beiden durch Einsatz von modernen Techniken und Materialien sehr viel Engagement in Sachen Umwelt- und Klimaschutz eingebracht haben. So wurde unter anderem eine Holzhackschnitzel-Zentralheizung eingebaut, die mit dem im eigenen Wald erzeugten Brennstoff insgesamt drei Häuser beheizt und dabei rund 12000 Liter Heizöl jährlich einspart. Außerdem haben die findigen Ostentroper ein altes Silo zu einer Brauchwasserzisterne umgebaut und gewinnen neuerdings mittels einer Photovoltaikanlage mit 120 Quadratmetern Fläche ihren eigenen Strom und vermeiden dabei auch noch den Ausstoß von rund acht Tonnen Kohlendioxid jährlich. „Das ist Solidarität in Ostentrop“, meinte Bürgermeister Dietmar Heß zu der spontanen Entscheidung von Stefan Schröder, von den 300 Euro Preisgeld 50 Euro an die Ostentroper Jugendfeuerwehr abzugeben, die zuvor 200 Euro fürs eigene Projekt erhalten hatte.
Autor - Günter Pieper -
BZ: Die Preisträger des Klimaschutzpreises freuen sich über die Urkunden und natürlich auch über die Anerkennungsgelder.
