Umsetzung des Klimaschutzteilkonzepts in der Gemeinde Finnentrop hat begonnen
Die Gemeinde Finnentrop hatte bekanntlich im Jahre 2009 unter Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, eine umfassende energetische Untersuchung der gemeindlichen Immobilien und die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes durchgeführt.
Mit Unterstützung des vom Ministerium mit der Umsetzung des Förderprogramms beauftragten Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH, Berlin, wurde die Fa. K & L Ingenieurgesellschaft, Hockenheim, mit den energetischen Untersuchungen beauftragt.
Im Januar d.J. konnte dem Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Finnentrop in einem 260seitigen Gutachten das Ergebnis vorgestellt werden.
Unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten sind im vorliegenden Konzept die kurz- und mittelfristig durchzuführenden Energiesparmaßnahmen aufbereitet. Nebenher werden auch Maßnahmen angesprochen, die weniger dem Bereich Energieeinsparung zuzuordnen, sondern in erster Linie zur CO2-Minderung und damit aus Gründen des Umweltschutzes und der Werterhaltung der Gebäude zu empfehlen sind.
Die Untersuchung umfasste insgesamt 40 Objekte sowie die gesamte Straßenbeleuchtungsanlage der Gemeinde Finnentrop mit einem Jahresenergieverbrauch von 5.845 MWh = 858.702 € = 2.068 t CO2-Emission.
Gutachtlich wird nachgewiesen, dass – unter Berücksichtigung auch langfristiger Einsparungsmaßnahmen - eine Energieeinsparung von 2.866 MWh jährlich möglich sein sollte,
was sodann einer CO2-Minderung von 877,5 t und damit 42,4 % entspräche.
Aber selbst die Zahlen zu den kurzfristigen Maßnahmen sind überzeugend überwältigend. Mit Investitionen in Höhe von rd. 190.000 €, lassen sich jährlich rd. 60.000 € Energiekosten einsparen. Dies entspricht einer Energieeinsparung von 662 MWH und einer CO2-Emissionsminderung von 209 t jährlich.
Insoweit war es für die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Finnentrop natürlich ein Leichtes, im März d.J. einstimmig den Beschluss zu fassen, bereits im Jahre 2010 im Rahmen zur Verfügung stehender Haushaltsmittel erste empfohlene Maßnahmen durchzuführen.
Es wurde dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, so dass mit einem Kostenvolumen von rd. 65.000 Euro – Einsparungspotential jährlich 21.000 Euro – folgende Maßnahmen bis zum Ende des Jahres durchgeführt werden:
- Tageslichtabhängige Regelung mit Präsenzmeldern bei den Beleuchtungsanlagen in Schulen, Rathaus und Erlebnisbad
- Hydraulischer Abgleich von Heizungsanlagen, Erneuerung zentraler Regelungen und Einsatz von Spezialthermostaten
- Kurzfristige Erneuerung verschiedener Heizungsanlagen
Über die weiteren Maßnahmen wird dann im Rahmen der Haushaltsberatungen 2011 zu entscheiden sein.
