Ferienzeit = Urlaubszeit ?
- nicht in den Hochbauabteilungen der Rathäuser -
Sechs Wochen Sommerferien und jetzt ab in den Jahresurlaub. Leider gilt das für die Mitarbeiter in den gemeindlichen Hochbauämtern, so auch in Finnentrop, nicht.
Größere Unterhaltungsmaßnahmen, Instandsetzungen und Sanierungen in den Schulen der Gemeinde können nun einmal nur in einer längeren schulfreien Zeit durchgeführt werden.
Der Haushalt der Gemeinde Finnentrop weist seit Jahren regelmäßig mehrere 100 T€ für Baumaßnahmen an den sechs Grundschulen, der Haupt- und der Realschule in Finnentrop aus. Fenstererneuerungen, Fassadensanierungen aber auch grundlegende Renovierungen der Klassen- und Fachräume lassen sechs Wochen dann sehr schnell vergehen.
In diesem Jahr konnten diese regelmäßigen jährlichen gemeindlichen Haushaltsmittel noch einmal erheblich aus Mitteln des Konjunkturpaketes II aufgestockt werden. Mehrmittel von über 500 T€, also Mehrarbeit, die aber sinnvoll investiert in die Zukunft der Kinder. Über die Verwendung des Konjunkturpaketes für den Bereich „Bildung“ hatte der Rat der Gemeinde Finnentrop im Frühjahr d.J. entschieden, nachdem über erhebliche Mittel aus dem Bereich „Infrastruktur“ bereits im letzten Jahr beschlossen worden war.
An der Gemeinschafts-Hauptschule kommt es bereits in diesem Sommer sowohl zur Sanierung der 40 Jahre alten Sanitäranlagen und gleichzeitig zur grundlegenden Erneuerung und Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Raumes mit einem Kostenaufwand von zusammen rd. 150 T€.
Nebenher finden an der Hauptschule die Maßnahmen für den Ganztagsbetrieb ihren Abschluss. Für rd. 100 T€ wird der Schulhof in vielen Bereichen neu gestaltet.
Auch an der Nikolaus-Kopernikus-Realschule im Schulzentrum Finnentrop kann ein weiterer Fachraum für naturwissenschaftliche Zwecke für rd. 80 T€ großzügig umgebaut und eingerichtet werden, nebenher erfolgt eine Neugestaltung des Verwaltungsbereichs.
Fast 100 T€ fließen in die Sanierung der Sanitär- und Toilettenanlagen der Christine-Koch-Grundschule in Bamenohl nebst Sporthalle. Hier könnte es, so zeigt es der Bauablauf, noch zu geringfügigen Verzögerungen kommen, so dass die Sanitärräume der Sporthalle eben nicht pünktlich zum Schulbeginn wieder genutzt werden können.
Dringende Sicherungsmaßnahmen mussten an der Mauer zum Schulhof der Grundschule Lennetal in Rönkhausen ergriffen werden.
Bereits seit Jahren war die Standfestigkeit der Bruchsteinmauer beobachtet worden. Im Jahre 2009 zeigten die Vermessungsergebnisse erstmals Verschiebungen. Die Sicherungsmaßnahmen wurden nach Ausschreibung an die Fa. Kebben, Lennestadt vergeben. Mit statischer Prüfung wird zur Sicherung der Mauer eine Gabionenwand vorgesetzt.
Die Mittel aus dem Konjunkturpaket II sind darüber hinaus eine wirksame Hilfe, das Problem von Feuchtigkeitsschäden im Untergeschoss der Gemeinschafts-Grundschule Heggen grundlegend anzugehen. Im Bereich des Schulhofes werden die Außenwände freigelegt, eine neue Drainage muss her und das Mauerwerk wird nach dem neuesten Stand der Technik abgedichtet.
Schließlich und endlich ist in dieser Woche auch mit dem 2. Bauabschnitt zur Sanierung des Flachdaches am Erlebnisbad Finto begonnen worden. Bereits in 2009 konnte der barrierefreie Zugang vom Marktplatz zum Finto und der 1. Abschnitt der Flachdachsanierung mit Mitteln des Konjunkturpaketes II abgeschlossen werden. Insgesamt rd. 480 T€ werden damit allein in dieses Objekt fließen.
Sicherlich versteht es jetzt der ein oder andere, dass es bei diesen umfangreichen Terminmaßnahmen auch Menschen gibt, die froh sind, wenn die Schule wieder los geht.
