Direkt zu:

Schnellnavigation

Suche

Seiteninhalt
02.07.2019

Feierlicher Akt zum 50. Geburtstag

Die Gemeinde Finnentrop feiert sich und ihre Menschen in der Mensa der Gesamtschule. NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hält Festrede und betont den Heimatgedanken.

Auch wenn so manch einer der geladenen Gäste am Freitagabend in der Mensa der Finnentroper Gesamtschule ins Schwitzen geriet, so hatten die Anwesenden doch keinen Grund zur Klage, war das Wetter doch so wunderbar auf diesen besonderen Abend abgestimmt. Sonnenschein pur zum Jubiläum. Auf Einladung der Gemeinde waren rund 170 Besucher, von politischen Amtsträgern bis zu Mitarbeitern der Verwaltung, am Abend zum Max-Planck-Ring geeilt, um am feierlichen Festakt zum 50. Geburtstag der Gemeinde Finnentrop teilzunehmen. „Es ist uns eine große Freude, diesen Festakt gemeinsam mit Ihnen zu begehen. Sie repräsentieren die Gesellschaft in unserer Gemeinde und darüber hinaus. Sie sind das Sprachrohr der Menschen aus unseren gut 40 Ortsteilen von Ahausen bis Wörden“, begrüßte Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß und ging in seiner Rede ausführlich auf die Entstehungsgeschichte der Gemeinde ein. Das tat ihm Landrat Frank Beckehoff gleich. Dieser betonte, dass Finnentrop letztlich durch die Vereinigung der Gemeinden Schönholthausen und Schliprüthen des einst zum Kreis Meschede gehörenden Amtes Serkenrode und des Raumes Heggen aus der früheren Gemeinde Attendorn-Land entstanden sei.

Entscheidung goldrichtig

„Abgesehen davon, dass die Eingliederung in den Kreis Olpe dem Mehrheitswillen der Bevölkerung entsprach, sahen die Verantwortlichen insbesondere des Amtes Serkenrode in diesem Zusammenschluss und der Orientierung hin zum Kreis Olpe die größten Chancen für die künftige Entwicklung dieses Raumes.“ Die Entscheidung damals sei goldrichtig gewesen, denn heute, so ergänzte Beckehoff, stehe die Gemeinde Finnentrop mit ihren rund 17.000 Einwohnern, den mittelständischen Unternehmen, der schönen Landschaft und dem aktiven Vereinsleben sehr gut da. Diesem Votum schloss sich Bürgermeister Heß an und zählte exemplarisch für diese Entwicklung die Namen der Industriegebiete in Finnentrop auf. Er sagte: „All diese Namen stehen für angestoßene Entwicklungen und haben Industrie entwickeln lassen, mit der wir nicht nur den Anschluss an die industrielle Entwicklung in der Region gefunden haben, sondern heute Schritt halten können in dieser industriestarken Region. Und das, obwohl die Lage im Raum uns nicht gerade bevorzugt.“

Tourismus wichtiger Baustein

Der Bürgermeister ging in seiner Ansprache zudem auf den Tourismus ein und betonte: „Wir haben frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt, und uns als besonders interessante Destination für das Wandern, angesichts unserer tollen Landschaft und Natur nicht überraschend, aber vor allem das Radfahren entwickelt.“

Ein Beispiel dafür sei das Oberbecken, das nunmehr in einem neuen Glanz erstrahle. Abschließend erklärte Heß: „Ich fühle mich hier aufgehoben, weil ich sehe, wie verantwortungsbewusste Unternehmer im weltweiten Markt erfolgreich sind, Arbeitsplätze schaffen und sichern. Ich fühle mich hier aufgehoben, weil ich sehe, mit welchem Engagement sich so viele darum kümmern, dass Finnentrop lebenswert ist mit all seinen Eigenheiten, in Unternehmen, Vereinen, Schulen oder Kirchen.“

Besonders freute sich er sich über den Besuch von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach, die die Festrede hielt und Glückwünsche der Landesregierung überbrachte. Sie gratulierte aber auch zur goldenen Hochzeit mit dem Kreis Olpe, was für Erheiterung im Publikum sorgte. „Es sind die Menschen, die der Heimat ein Gesicht geben. Heimat ist etwas ur-positives. Sie alle eint das Interesse, die Gemeinde gemeinsam weiter zu entwickeln. Das ist der besondere Ausdruck von Heimat und Ihrem Tun“, legt die Ministerin in ihrer Rede großen Wert auf die Betonung der Identifikation der Bürger mit ihren Wohnorten.

Neben den Reden gehörten u. a. die Präsentation des Mitmachfilms der Gemeinde und ein Video zur Geschichte Finnentrops zum Programm.

Die Volksbank Bigge-Lenne überreichte zudem ein Werk des heimischen Künstlers Lukas Bitter als Geschenk. Das Werk, gemalt auf Leinwand, zeigt ortsprägende Gebäude der Gemeinde Finnentrop.

Artikel

Flemming Krause, Westfälische Rundschau vom 29.06.2019

Bildergalerie