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13.03.2019

Internationaler Frauentreff Finnentrop besucht Mutterhaus der Franziskanerinnen

Am 8. März, dem Weltfrauentag, fuhren 20 Frauen aus Finnentrop auf Einladung des Internationalen Frauentreffs nach Olpe und besuchten das Mutterhaus der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung.

Die Gruppe wurde von Schwester Katharina herzlich begrüßt, durch mehrere Stockwerke des Gebäudes geführt und über interessante Einzelheiten informiert. Mutter Maria Theresia (Aline Bonzel) hatte das Bedürfnis, Kindern zu helfen. Mit zwei Freundinnen begann ihre Betreuung von Waisenkindern in einer gemieteten Wohnung und musste dann immer mehr ausgeweitet werden. Ab 1861 entstand der Gebäudekomplex zwischen Franziskaner Straße, Kölner Straße und Bigge. Die Häuser wurden aus einem Heizungsgebäude durch eine Fernheizung beheizt. Ein Modell mit allen Gebäuden steht am Ende des ersten Flures auf dem Kimicker Berg, wo 1962 das neue Mutterhaus gebaut wurde. Das alte Kloster fiel 1968 dem Abrissbagger zum Opfer. Die Klosterkirche, das Josefshaus der Waisenkinder, das Professhaus, das Noviziat, das Chörchen und im Garten die Grabkapelle der Ordensgründerin wurden kurz und klein geschlagen. Ein Abriss des Alten Lyzeums konnte in den 1990er Jahren in letzter Minute verhindert werden. Darüber sind Olper Bürgerinnen und Bürger heute noch froh.

Beim Rundgang durch das Gebäude kam die Gruppe zu einem breiteren Flurteil, an dessen Ende sich zwei farbenprächtige Kirchenfenster befinden: Franziskus und Elisabeth. Die beiden Heiligen sind Beispiele für die Leistungen der Franziskanerinnen. Sie sind über Olpe hinaus erfolgreich aktiv in der Kinderfürsorge, Bildung und Krankenpflege, z.B. in Deutschland, Europa, Nordamerika, Brasilien und auf den Philippinen.

Ein Blick in den Innenhof zeigte die riesige Größe des Gebäudes und die Form eines Schiffes. Ursprünglich gebaut für 120 Franziskanerinnen, wird es heute immer wieder genutzt als Ort für Schulungen und Besinnungswochenenden. Außerdem werden Räumlichkeiten für Tagungen der GFO gebraucht. Der anschließende Besuch der Kirche ließ die Frauen auch wieder staunen.

Draußen wurden dann noch Gruppenfotos gemacht und danach die Heimfahrt oder die Fahrt zum Essen angetreten. Die Frauengruppe aus Finnentrop hat zwar nicht den Vortrag zum Frauenwahlrecht gehört, aber so viel Interessantes in so netter Art von Schwester Katharina erfahren, dass keine weiteren Informationen aufgenommen werden konnten.

Text: Gertrud Säck