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16.12.2020

Nächster Meilenstein für den Breitbandausbau im Kreis Olpe: Vertrag mit Deutsche Glasfaser unterzeichnet

„Am heutigen Tag gehen wir einen riesigen Schritt Richtung Zukunft!“ So lautete der Kommentar von Landrat Theo Melcher, als er in Anwesenheit der Bürgermeister der Städte und Gemeinden seine Unterschrift unter den Vertrag mit Deutsche Glasfaser zum weiteren Breitbandausbau im Kreis Olpe setzte.

Der Netzbetreiber mit Sitz in Borken wird in den nächsten Jahren rund 1.600 Haushalte in den noch vorhandenen weißen Flecken im Kreisgebiet mit direkter Glasfaseranbindung bis ins Gebäude erschließen. Der Bund fördert das Projekt mit rund 37,8 Mio. Euro und das Land Nordrhein-Westfalen gibt rund 30,3 Mio. Euro dazu. Die Städte und Gemeinden erbringen einen finanziellen Eigenanteil von rund 7,5 Mio. Euro, damit die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. Der Kreis Olpe koordiniert das gesamte Projekt für die kreisangehörigen Kommunen.

„Es sind schon gewaltige Summen, die hier investiert werden, aber um zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir einfach die entsprechende Infrastruktur“, so Theo Melcher. Immerhin sind für das Projekt Tiefbauarbeiten auf über 600 Kilometer Länge erforderlich, mehr als 1.300 Kilometer Leerrohre und über 1.900 Kilometer Glasfaser werden verlegt. „Wir freuen uns, dass die Deutsche Glasfaser ihre Geschäftstätigkeit auf den Kreis Olpe ausweitet und den Glasfaserausbau gerade auch in den entlegenen Bereichen des Kreisgebietes vorantreibt.“

Stellvertretend für die Deutsche Glasfaser unterzeichnete Gunther Schwab, Geschäftsleiter Förderprojekte von Deutsche Glasfaser, den Vertrag in Olpe: „Unser gemeinsames Ziel ist die flächendeckende Glasfaserversorgung des Kreises Olpe. Nur wenn Wirtschaft, Politik und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zusammenarbeiten, können wir auch diese Region bereit machen für alle Möglichkeiten und Annehmlichkeiten der digitalen Zukunft. Wir freuen uns auf das Projekt und bedanken uns insbesondere beim Kreis Olpe für das Vertrauen in unser Knowhow“, so Gunther Schwab.

Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser plant, baut und betreibt hauptsächlich anbieteroffene Glasfaser-Direktanschlüsse für Privathaushalte und Unternehmen. Sie engagiert sich bundesweit privatwirtschaftlich für die Breitbandversorgung ländlicher Regionen. Mit innovativen Planungs- und Bauverfahren realisiert Deutsche Glasfaser in enger Kooperation mit den Kommunen FTTH-Netzanschlüsse schnell und kosteneffizient – auch im Rahmen bestehender Förderprogramme für den flächendeckenden Breitbandausbau. Neben den 1.600 Anschlüssen im Förderprojekt engagiert sich Deutsche Glasfaser auch eigenwirtschaftlich im Kreis: Aktuell verzeichnet der Netzanbieter ein Potenzial von weiteren 30.000 Glasfaseranschlüssen im gesamten Kreis Olpe, die sehr bald privatwirtschaftlich angegangen werden.

Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freute sich zusammen mit seinen Kollegen über den nächsten Meilenstein beim Netzausbau:  „Dieses Corona-Jahr hat uns allen vor Augen geführt, wie dringend wir auf schnelle Breitbandanschlüsse angewiesen sind – nicht nur in unseren Unternehmen, sondern auch Zuhause.“ Die Digitalisierung schreite unentwegt voran und erfordere neue, flexible Arbeitsformen. „Das alles geht nur mit einer guten Internetverbindung“, brachte es Tobias Puspas auf den Punkt. Vor diesem Hintergrund seien auch die notwendigen politischen Beschlüsse zur Erbringung der finanziellen Eigenanteile in allen Kommunen in großer Einmütigkeit gefasst worden.

Die Wintermonate werden nun genutzt, um einen konkreten Bauzeitenplan zu erarbeiten. Mit dem offiziellen Spatenstich ist – wenn die Witterung es zulässt – im ersten Quartal 2021 zu rechnen. Spätestens Ende 2024 soll das Projekt fertiggestellt sein.

Hintergrund:

Bereits im Mai 2019 hat der Kreis Olpe stellvertretend für die sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden einen Förderantrag im Rahmen des 6. Calls der Bundesbreitbandförderung gestellt. Nach Erteilung einer vorläufigen Förderzusage im Juli 2019 wurde umgehend ein europaweites Vergabeverfahren gestartet, in dem letztlich die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH den Zuschlag erhielt. Nach finaler Bewilligung der notwendigen Fördermittel durch den Bund im Oktober 2020 bzw. das Land NRW im Dezember 2020 konnte nunmehr der entsprechende Vertrag zum Netzausbau unterzeichnet werden. Rund 1.600 Haushalte, die bisher über eine Internetversorgung von  weniger als 30 Mbit/s im Download verfügen und für die kein anderer Netzbetreiber eine eigenwirtschaftliche Ausbauabsicht bekundet hat, erhalten Glasfaseranschlüsse bis ins Haus.

Neben dem Netzausbau durch die Deutsche Glasfaser wird seitens des Kreises Olpe außerdem die Anbindung von rund 500 Unternehmen in 39 Gewerbegebieten mit schnellen Gigabit-Anschlüssen geplant. Auch dafür haben Bund und Land bereits Fördermittel in Höhe von rund 5 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Hier laufen derzeit noch die entsprechenden europaweiten Ausschreibungsverfahren. Mit Vertragsabschlüssen für diesen Bereich ist frühestens in der 1. Jahreshälfte 2021 zur rechnen, denn zuvor müssen Bund und Land noch finale Förderzusagen geben.

Weitere Infos:

www.kreis-olpe.de/breitband

www.deutsche-glasfaser.de