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09.03.2018

„Volksbegehren“ – eine Benefizveranstaltung für CAMINO

Jürgen Becker erzählt die Kulturgeschichte der Fortpflanzung am Mittwoch, dem 14. März 2018 um 20:00 Uhr in der Festhalle Finnentrop.

Blattläuse haben es leicht. Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht fragen: „Zu mir oder zu dir?“ Sie fragen: „Zu mir oder zu mir?“ So einfach kann das Leben sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex.

Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei 99 Prozent der Tierarten durchgesetzt. Geschlechtliche Fortpflanzung findet man gar bei Obstbäumen, Topfpflanzen, Ziersträuchern und in Blumenrabatten, wenn darin Herren- und Damenkegelclubs des Nachts bei ihren feucht-lustvollen Ausflügen übereinander herfallen. Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. Daran erinnert uns der Sex, weshalb er so beunruhigend, aufwühlend, elektrisierend, schockierend, bedrohlich und......so angenehm ist.

So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden Sie gelegentlich als peinlich, abstoßend und vulgär. Wir schämen uns Ihrer, es sei denn, wir sind im Internet.

Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die Homoerotische. Und schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne Kinder zu zeugen. Früher musste man dafür beten: „Heilige Maria, die du empfangen hast ohne zu sündigen, lass mich sündigen, ohne zu empfangen!“ Aber was macht sexy? Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus Ihr gewinnen?

„Mitternachtsspitzen“ sind im gleichnamigen Film mit Doris Day und John Garvin Dessous und so wagt der Moderator derselben einen kabarettistischen Beischlaf mit dem Eros, dem wohl mächtigsten aller Götter. Jürgen Becker bittet zum Blick durchs Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten auf's angenehmste gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung bleiben – und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören. Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

Eintrittskarten

Eintrittskarten für diese humorvolle Kabarettshow können im Rathaus der Gemeinde Finnentrop (Zimmer 12 und 13) oder unter den Tel.-Nrn. 02721/512-150 oder 512-151 sowie an der Abendkasse zum Preis von 20 € und 18 € erworben werden. Es gelten die üblichen Preisermäßigungen. Jugendliche zahlen die Hälfte, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Es wird empfohlen, den kostenlosen Busservice zur Festhalle Finnentrop zu nutzen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie unter www.kulturgemeinde-finnentrop.de und unter www.camino-caritas.de.

Was ist Camino?

Sterbebegleitung ist niemals Routine
Im vergangenen Jahr wurden 34 Menschen in Finnentrop durch Camino auf ihrem letzten Lebensweg begleitet – zu Hause oder im Haus Habbecker Heide, dem Seniorenwohnheim des Caritasverbands Olpe in Finnentrop. Bei 13 Begleitungen wurden die Betroffenen zusätzlich durch ehrenamtliche Camino MitarbeiterInnen unterstützt.
MitarbeiterInnen bei Camino arbeiten mit Empathie und großer Sensibilität. Mit ihrem engagierten Einsatz unterstützen sie Betroffene und deren Familien, sodass Menschen möglichst dort sterben können, wo sie zu Hause sind.

Camino, der Caritas-Hospizdienst braucht Spenden

Damit Haupt- und Ehrenamtliche in der Begleitung sterbender Menschen fachkundig und mit der gebotenen Umsicht agieren können, brauchen sie selbst eine gute Vorbereitung und die Möglichkeit zur Reflexion. Camino schult weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Spenden ermöglichen zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen und ermöglichen Einsatzzeiten der Palliativfachkräfte vor Ort über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus. Zeit soll in den letzten Lebenstagen kein maßgebender Faktor sein.

Rückmeldungen von Angehörigen geben MitarbeiterInnnen Kraft und Mut für die nächsten Begleitungen

So schrieb eine Ehefrau nach dem Tod ihres Mannes an das Camino-Team Finnentrop: „...Wir haben Hilfe bekommen, für die keine Kasse aufkommt, für die es keine Abrechnungsbelege gibt und trotzdem war sie einfach da. Wir möchten, dass auch anderen diese Hilfe zuteil wird...“

Oliver Hürtgen, Zentrumsleiter, freut sich über das Engagement der Kulturgemeinde Finnentrop und die Bereitschaft des Kabarettisten Jürgen Becker einen Teil seiner Gage für Camino, den Caritas-Hospizdienst, zu spenden.