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Gemeinde Finnentrop bildet Klimabündnis

Zuspruch für E-Bürgerauto und Bildung von Genossenschaft für Solaranlagen

Harmonie statt Zwistigkeit: Von dem Hick Hack rund um die bevorstehenden Kommunalwahlen war im Ratssaal nichts zu spüren. „Wir müssen enger zusammenrücken.“ Rund 100 Bürger setzten den Slogan von Bürgermeister Dietmar Heß am Donnerstag in die Tat um und folgten dem Aufruf zur Gründung eines Klimabündnisses.

„Ich bin ein geborener Optimist. Das Klimabündnis soll das Bewusstsein für eigenverantwortliches Tun jedes Einzelnen wecken und ein Forum bieten, sich über Möglichkeiten auszutauschen. Wie kann man als Einzelner, Familie, Nachbarschaft oder Dorfgemeinschaft für CO2-Einsparung sorgen?“ 

Dabei soll der vielzitierte Satz „Wir streiken, bis ihr handelt“ nur in abgewandelter Form in die Tat umgesetzt werden. „Wir wollen nichts auf andere abschieben, sondern selber handeln.“ Nach dem Heß 45 Minuten lang auf das bereits Geschehene in der Gemeinde zurückblickte, kam der Punkt, vor dem der Bürgermeister „etwas Angst“ hatte. In der Tat, fielen die Wortmeldungen aus den Reihen der Besucher eher dürftig aus. 

Barbara Sander-Graetz, seit November Quartiersentwicklerin beim DRK-Kreisverband Olpe, gab eine Neuerung bekannt. „Wir werden in der Gemeinde Finnentrop ein Elektrobürgerauto einsetzen. Wir wurden oft gefragt, warum der Bürgerbus nur in Finnentrop fährt und nicht bis nach Schliprüthen. Mit dem E-Auto schließen wir nun Lücken und erhöhen die Mobilität.“ 

In der Praxis soll das so aussehen: Ehrenamtliche koordinieren Fahraufträge aus der ganzen Gemeinde – außer aus den bestehenden Streckennetz des Bürgerbusses – und setzen sich ans Steuer. Es gibt keine Ticketpreise, da das Ganze auf Spendenbasis laufen soll. Ehrenamtliche Helfer können sich unter der Telefonnummer 0151/20994918 melden. 

Genossenschaft für Solaranlagen

Eine breite Diskussion nahm ein Vorschlag von Bernd Heisiep (Bamenohl) ein. „Unser Unternehmen hat alleine schon 30.000 Quadratmeter an Dachflächen anzubieten, die man mit einer Genossenschaft für Solaranlagen nutzen kann.“ 

Den Ball „Genossenschaft“ brachte zuvor Stefan Hoffmann von der Verbraucherzentrale Lennestadt ins Rollen. Der hatte neben dem Angebot, auch in einzelnen Orten der Gemeinde Vorträge zu halten, auch einen kleinen Bericht von seinem „zweiten Standbein“ der Bürgerenergiegemeinschaft Lüdenscheid, im Gepäck. Ab einem Anteil von 100 Euro kann man dort Mitglied der Genossenschaft werden. Aus den Beteiligungen werden Photovoltaikanlagen auf möglichst großen Dächern finanziert, was der Energiewende entgegenkommt. 

Moderator Dietmar Heß zeigte sich zugänglich. „Die Nutzung der Sonne ist eine Alternative.“ 

So entwickelte sich das erste Forum des Klimabündnisses zu einer reinen Sichtweise aus der Welt der Erwachsenen, denn junge Menschen und deren Vorschläge in Sachen Klimawandel waren nicht ins Rathaus gekommen. Allerdings waren einige Schulvertreter anwesend. „Vielleicht machen wir für die Schüler noch eine eigene Veranstaltung.“ 

Nach der Gründungsversammlung wurden Beitrittserklärungen verteilt, was der Plattform für Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit zu klima-und energiepolitischer Themen dienen soll. „Es wird Zeit, deutlich zu machen, dass Klimaschutz uns alle angeht.“ Bereits im Frühjahr soll ein Folgeforum stattfinden.

Beitrittserklärung

Die Beitrittserklärung zum Klimabündnis Finnentrop finden Sie hier

Text und Foto: Friedhelm Tomba

Kontakt

Brigitte Kümhof »
Telefon: 02721/512-154
Fax: 02721/5129-154
E-Mail oder Kontaktformular

E-Mail Klimabündnis

klimabuendnis@finnentrop.de