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24.08.2021

Zusammen stark für das Klima

Kommunen im Kreis Olpe, Verbraucherzentrale und Bezirksregierung starten neue Kampagne für den Ausbau der Photovoltaik. Riesenpotenzial wird nicht genutzt.

Nebel, Sprühregen und kein bisschen Sonne – nicht gerade der beste Platz, um ausgerechnet eine Kampagne für Solarenergie vorzustellen. Aber eigentlich doch, denn beim Klimawandel geht es nicht um Momentaufnahmen, sondern um die Zukunft des Planeten.

Wenn möglichst viele Verbraucher beim Klimaschutz mitmachen, kann der Wandel gelingen. Um dies in die Köpfe zu bringen und mit einer starken, gemeinsamen Stimme zu sprechen, haben fünf Kommunen im Kreis Olpe zusammen mit der Bezirksregierung und der Verbraucherzentrale NRW die neue Kampagne „Klimaschutz mit BRAvour“ gestartet. Im Fokus steht das Thema Photovoltaik. 

„Die Technik ist anerkannt, es gibt keine großen Widerstände“, so Adrian Mork von der Bezirksregierung in Arnsberg. Außerdem habe Dachphotovoltaik ein Riesenpotenzial. „Aber nur fünf Prozent davon wird genutzt“, so Mork. Viele der 83 Kommunen im Regierungsbezirk seien beim Klimaschutz gut unterwegs und hätten Klimaschutzmanager eingestellt. Sie werden von Arnsberg entlastet und unterstützt, indem die Bezirksregierung das gesamte Informationsmaterial, optisch zugeschnitten auf die einzelnen Kommunen, bietet. „Das Besondere ist, dass dieses Material erprobt und durchdacht ist, so dass viele schnell handeln können, weil uns die Zeit davon läuft.“

Mit einer Plakat- und Flyer-Offensive wollen fünf der sieben Kommunen im Kreis (Lennestadt und Olpe sind nicht dabei) für Klimaschutz und speziell für Dachflächen-Photovoltaik werben.

Der Flyer „Saubere Energie selbst gemacht“ und die Klimafibel „Mitmachen lohnt sich“ liegen ab sofort in den Rathäusern und an ausgewählten Orten aus. Neben der Print-Kampagne sind mehrere Veranstaltungen geplant. So bietet die Verbraucherzentrale NRW am Dienstag, 14. September, von 18 bis 19.30 Uhr ein Online-Seminar zur Installation, Inbetriebnahme und Förderung von Photovoltaikanlagen an.

Dort soll die Kernfrage „Warum jetzt ein guter Zeitpunkt für die eigene Photovoltaikanlage am Balkon, auf der Terrasse und auf dem Dach ist und die Verbraucher die günstigen Fördermöglichkeiten nutzen können?“ beantwortet werden. Natürlich werden auch Fragen zu Batteriespeicher, Wärmepumpe und Mobilitätslösungen beantwortet.

Die Preise für solche Anlagen sind in den letzten Jahren extrem gepurzelt, seit 2010 um rund 75 Prozent. Eine 7-Kw-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet schlüsselfertig unter 10.000 Euro, allerdings ohne Batteriespeicher. Sie amortisiert sich langfristig durch Eigenverbrauch des Solarstroms. Weitere Online-Veranstaltungen sind geplant, u.a. zu Photovoltaik und Steuern, außerdem Beratung in den Kommunen, ein Solarspaziergang in Wenden, etc. Bereits seit 2013 arbeiten die Kommunen im Kreis Olpe gemeinsam als „Klimatisch“ zusammen, initiiert von der Verbraucherzentrale. Die Kooperation soll nun weiter intensiviert werden.

Am Mittwoch, 25. August, steht auch die Gründung des „Vereins zum Klima- und Energiemanagement im Kreis Olpe“ auf der Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Kreisentwicklung des Kreises. Ziel auch hier: Förderung des Klima- und Umweltschutzes, weil der wirkungsvolle Ausbau der Erneuerbaren Energien nur im Zusammenspiel mit den Bürgerinnen und Bürger gelingen kann.

Text und Foto: Volker Eberts

Klimaschutz – Infos im Netz

Im Netz können sich Interessierte schon jetzt im Detail informieren:

über die Kampagne „Klimaschutz mit BRAvour“ unter https://www.bra.nrw.de/umwelt-gesundheit-arbeitsschutz/umwelt/klimaschutz-mit-bravour,

über die Klimakampagne der Energieagentur unter www.energieagentur.nrw/klimaschutz/kampagne,

und zu Solarstrom unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenseite.