In Kürze wird ein auffällig orange-silbernes Fahrzeug durch das Gemeindegebiet von Finnentrop fahren. Das Messfahrzeug des Unternehmens „eagle eye technologies“ hat eine klare Aufgabe: Es aktualisiert die Daten zum Zustand des öffentlichen Verkehrsnetzes zentimetergenau.
Hightech im Dienst der Infrastruktur
Ausgestattet mit hochmodernen Kameras und Sensoren, erfasst das Fahrzeug die Straßenoberflächen während der Fahrt. Dabei zeichnet das System Risse, Setzungen oder Schlaglöcher digital auf. Im Anschluss wertet eine spezielle, durch künstliche Intelligenz unterstützte Software diese Bilddaten aus. So erhält die Verwaltung ein detailliertes Bild der vorhandenen Schäden. Dieses Verfahren ermöglicht eine objektive Bestandsaufnahme, die weit über das hinausgeht, was bei einfachen Begehungen vor Ort erkennbar wäre.
Fortführung einer bewährten Methode
Diese Methode ist in Finnentrop bereits etabliert. Schon im Jahr 2018 ließ die Gemeinde eine solche Befahrung durchführen. Die jetzige Maßnahme dient dazu, das vorhandene digitale Straßenkataster auf den neuesten Stand zu bringen. Durch den Vergleich der neuen Aufnahmen mit den Daten von vor acht Jahren lässt sich die Schadensentwicklung präzise nachvollziehen. Die Fachleute im Rathaus können so analysieren, wie schnell bestimmte Straßenabschnitte altern und wo die Abnutzung im Zeitverlauf besonders hoch ist. Auch die Nachbarstadt Sundern setzt dieses Verfahren derzeit ein, um die Infrastrukturplanung auf eine verlässliche Datenbasis zu stellen.
Effiziente Planung spart Kosten
Durch die kontinuierliche Aktualisierung der Daten kann die Gemeinde Sanierungen weiterhin vorausschauend planen. Die Ergebnisse bilden eine optimale Datengrundlage, die die laufende Straßenunterhaltung unterstützt und als Basis für das langfristige Straßen- und Wegekonzept der Gemeinde dient. Erkennen die Fachleute im Rathaus Schäden frühzeitig, können gezielte Instandsetzungen eingeleitet werden, bevor eine aufwendige und teure Grundsanierung erforderlich wird. So wird die Substanz der Verkehrswege langfristig gesichert und die vorhandenen Mittel werden wirtschaftlich eingesetzt. Die hochauflösenden Aufnahmen ermöglichen es der Verwaltung, den Straßenzustand detailliert am Monitor zu beurteilen. Dadurch werden viele zeitaufwendige Ortstermine überflüssig und notwendige Instandsetzungen können deutlich schneller geplant und koordiniert werden.
Datenschutz und freie Fahrt
Beim Thema Datenschutz gibt die Gemeinde Entwarnung. Die Aufnahmen dienen ausschließlich internen Zwecken zur Dokumentation und werden nicht veröffentlicht. Bevor das System die Daten verarbeitet, macht ein automatisches Verfahren die Gesichter von Passanten sowie Kfz-Kennzeichen unkenntlich. Rückschlüsse auf Personen sind somit ausgeschlossen. Die Befahrung selbst findet im laufenden Verkehr statt. Für die Bürgerinnen und Bürger sind daher keine nennenswerten Behinderungen zu erwarten.