Direkt zu:

Schnellnavigation

Suche

Seiteninhalt

Ländliches Wirtschaftswegenetzkonzept für die Gemeinde Finnentrop

Informationen über den Stand zur Entwicklung des ländlichen Wegenetzkonzeptes

Im Auftrag der Gemeinde Finnentrop erarbeitet ein Projektteam der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH aus Enger ein ländliches Wirtschaftswegenetzkonzept für den Außenbereich des gesamten Stadtgebietes.

Ländliche Wege unterliegen einer vielfältigen Nutzung und erfüllen somit verschiedene Funktionen und Aufgaben. Auch Natur und Landschaftselemente sind zu berücksichtigen. Ihre Bedeutung hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Längst ist nicht mehr nur landwirtschaftlicher Verkehr im Außenbereich unterwegs. Die Wege erschließen einzelne Wohnhäuser und werden für die wachsendenden Freizeitaktivitäten im Bereich Tourismus von Radfahrern, Wanderern oder Reitern genutzt.

Ziel des Konzeptes ist es, ein zukunftsfähiges und bedarfsgerechtes Wegenetz zu erhalten, das die Interessen der unterschiedlichen Nutzergruppen berücksichtigt und der Entwicklung des gemeindlichen Freiraumes dient.

Die Erstellung des Wegenetzkonzeptes wird gem. den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung sowohl mit EU-Mitteln als auch mit Haushaltsmitteln des Landes und des Bundes gefördert. Weiterführende Informationen zu den Maßnahmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes können Sie im Internetauftritt der Europäischen Kommission einsehen.


Die Erarbeitung des ländlichen Wirtschaftswegenetzkonzeptes erfolgt in zwei Stufen. Zuerst müssen alle Wegeabschnitte erfasst und ihr IST-Zustand analysiert werden. Im Anschluss wird das SOLL-Konzept in einem mehrstufigen gemeinsamen Abstimmungsprozess mit der Projektgruppe entwickelt.

Das Konzept für die Gemeinde Finnentrop soll bis Oktober 2021 erstellt sein und einen Ausblick auf die nächsten 20 Jahre geben. Allerdings handelt es sich insgesamt um einen dynamischen Prozess, der bei Änderungen die Gelegenheit bietet, Anpassungen vorzunehmen. Das abgeschlossene Konzept wird Handlungsempfehlungen aufführen, wodurch für die Gemeinde Finnentrop die Möglichkeit besteht, im Rahmen der „Förderrichtlinie (FöRL) Wirtschaftswege“ Fördermittel für die Modernisierung der Wirtschaftswege zu beantragen.

Im Rahmen der Bestandsdatenerfassung wurde die Netzstruktur in den vergangenen Monaten durch einen Straßenbautechniker der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH fachlich begutachtet. Den IST-Zustand als Ergebnis dieser visuellen Begehung finden Sie hier in vier Plänen (Nordost, Nordwest, Südost, Südwest) veröffentlicht.

Darin ist die Einstufung der Wegeabschnitte in die Wegekategorien A bis I farbig differenziert dargestellt.

Zum aktuellen Zeitpunkt wird durch das Ingenieurbüro in enger Abstimmung mit den Projektbeteiligten das SOLL-Konzept erarbeitet. Ende August/ Anfang September bietet sich für die Bürger*innen die Gelegenheit, an der Konzepterstellung mitzuwirken.

Weitere Informationen zu den geplanten Terminen finden Sie demnächst auf dieser Seite sowie in der Tagespresse.

Der Leitfaden zur Erarbeitung ländlicher Wegekonzepte des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW erläutert die Kategorisierung wie folgt:

Kategorie A = klassifiziertes Straßennetz inkl. Gemeindestraßen; maßgebliches Verkehrsmittel: allgemeiner KFZ-Verkehr

Kategorie B = Multifunktionale Wege, d.h. für den Radverkehr, land- und forstwirtschaftlichen (luf) Verkehr und / oder den eingeschränkten KFZ-Verkehr sowie den Radverkehr; Maßgebliche Funktion: Sicherung kleinräumiger Verbindungen und Erschließung; maßgebliche Verkehrsmittel: Radverkehr, land- und forstwirtschaftlicher Verkehr, Anliegerverkehr; Indizien für diese Kategorie-Einteilung: regelmäßig angefahrene Ziele im Außenbereich, z.B. land- und forstwirtschaftlich Betriebe, öffentliche Ver- und Entsorgungsanlagen, touristische Ziele etc. zusätzlich alle Radrouten/-wege
(Verbindungswege gem. RLW)

Kategorie C = Wege zur Sicherstellung land- und forstwirtschaftlich Verbindungen oder Erschließung ganzer Bewirtschaftungsblöcke; maßgeblicher Verkehr: land- und forstwirtschaftlicher Verkehr (Hauptwirtschaftswege oder Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie D = Untergeordnete Wege mit Bedeutung für Fußgänger, d.h. Wege, die grundsätzlich der Erschließungssicherung von kleineren Feldblöcken dienen oder dienen könnten und über die regelmäßig Fußgänger laufen oder Wanderrouten; maßgeblicher Verkehr: Fußgänger u. land- und forstwirtschaftlicher Verkehr (Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie E = Wege mit untergeordneter Erschließungsfunktion, z.B. zu kleineren Feldblöcken für einzelne Anlieger, kein unmittelbares öffentliches Interesse; maßgebliches Verkehrsmittel: land- und forstwirtschaftlicher Verkehr
(Wirtschaftswege gem. RLW)

Kategorie F = Erschließungswege, die Einzelinteressen dienen; alle Verkehrsarten, aber nur in geringer Menge, z.B. Zufahrten zu einzeln gelegenen Wohnhäusern ohne land- und forstwirtschaftliche Bedeutung, Windkraftanlagen, Scheunen etc.

Kategorie G = im Netzzusammenhang weniger wichtige Wege, die ausschließlich der Feinverteilung innerhalb eines Feldblocks dienen oder zur Gewährleistung einer funktionierenden Verbindung bzw. Erschließung von geringer oder keiner Bedeutung sind.

Kategorie H = nicht mehr vorhandene oder genutzte Wege

Kategorie I = reine Fuß-, Reit- bzw. Radwege, die als selbständige Wege für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr nicht nutzbar sind

(sonstige Wege gem. RLW)

Kontakt

Raphael Tombergs »
Telefon: 02721/512-145
Fax: 02721/5129-145
E-Mail oder Kontaktformular