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21.05.2026

Sommerpause für die Heizung

Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie man die Heizung in den Sommerbetrieb schickt

Mit dem anstehenden Ende der Heizsaison stellen sich viele Verbraucher:innen die Frage, ob und wann sie die Heizung in den Sommermodus schicken sollten. „In der wärmeren Jahreszeit muss die Heizungsanlage nicht mehr unter Volllast laufen”, sagt Dirk Mobers, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW in Lennestadt. „Wie der Wechsel auf den Sommerbetrieb funktioniert, hängt vom eigenen Heizungssystem ab. Richtig eingestellt, lässt sich so während der Sommermonate Energie sparen.” Worauf dabei zu achten ist, hat die Verbraucherzentrale NRW in drei Tipps zusammengestellt.

Was bedeutet Sommer- und Winterbetrieb?

Im Sommer muss die Heizungsanlage lediglich das Warmwasser aufbereiten. Moderne Systeme nutzen zwar Temperatursensoren, welche die Heizkörper abhängig von der Außentemperatur auf die erwünschte Raumtemperatur erhitzen. Sinkt die Außentemperatur aber im Sommer zwischenzeitlich nachts unter einen voreingestellten Wert, kann die Heizung dennoch anspringen. Ist die Heizungsanlage im Sommerbetrieb, bleiben die Heizkörper kalt und man spart Energie. Die Heizung komplett abschalten kann man im Sommer nur, wenn sie nicht auch für die Warmwasserbereitung zuständig ist. Dies könnte beispielsweise von Durchlauferhitzern, einer Warmwasser-Wärmepumpe, oder einer Solarthermieanlage übernommen werden.

Ab welcher Außentemperatur ist die Umstellung sinnvoll?

Die Außentemperatur, bei der die Heizung hochfährt, wird als Heizgrenztemperatur bezeichnet. Sie ist abhängig von der Gebäudedämmung und nicht bei jeder Wohnung und jedem Haus gleich. Bei einem unsanierten Altbau kann es sein, dass man erst bei einer dauerhaften Außentemperatur von über 17 Grad Celsius die Heizung in den Sommertrieb schicken kann. Dies kann mitunter erst ab Mitte Mai der Fall sein. Wohnt man jedoch beispielsweise in einem Niedrigenergiehaus, ist es oft schon bei Temperaturen über zwölf Grad möglich, die Heizungsanlage in die Sommerpause zu schicken. Läuft die Heizung im Sommerbetrieb, ist es empfehlenswert, die Thermostatventile an den Heizkörpern auf Stufe „5“ zu stellen. So verringert sich das Risiko, dass die Ventile während der warmen Jahreszeit verklemmen und zu Beginn der Heizsaison ausgetauscht werden müssen.

Wie funktioniert der Wechsel in den Sommerbetrieb?

Ältere Heizungsanlagen haben einen Hebel oder einen Drehschalter an der Steuerung des Heizkessels, mit dem sich von Winter- auf Sommerbetrieb umstellen lässt. Als Symbol für den Sommerbetrieb findet man dort oft einen Wasserhahn nur für Warmwasser. Ein Symbol mit einem Heizkörper steht meist für den Winterbetrieb. Allerdings können die Symbole je nach Heizungsfabrikat abweichen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt darüber Auskunft. Bei modernen Heizsystemen lässt sich der Sommerbetrieb digital über einen Touchscreen, eine Fernbedienung oder eine App am Smartphone einstellen. Manche neuen Heizungen benötigen gar keine Umstellung in den Sommerbetrieb. Diese nutzen dann meist eine raumtemperaturgeführte Regelung. Das heißt, die Heizung läuft nur, wenn die Raumtemperatur beispielsweise unter 16 Grad fällt.

Weiterführende Informationen:

Für weitere Informationen

Beratungsstelle Lennestadt
Verbraucherzentrale NRW e.V.
Dirk Mobers | Energieberater

Hundemstraße 29, 57368 Lennestadt

02723 7195720

lennestadt.energie@verbraucherzentrale.nrw 

www.verbraucherzentrale.nrw