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Bin ich betroffen?
Grundsätzlich kann jedes Grundstück von Starkregen betroffen sein. Das individuelle Risiko hängt jedoch stark von der Lage, den örtlichen Gegebenheiten und den vorhandenen Schutzmaßnahmen ab.
Erhöhtes Risiko besteht typischerweise in folgenden Gebieten oder für bestimmte Objekttypen:
- In der Nähe von Fließgewässern: Grundstücke an kleinen oder ehemaligen Bächen und Flüssen sind besonders anfällig.
- In Geländesenken: Hier sammelt sich das abfließende Wasser naturgemäß.
- In Hanglagen: Schnell abfließendes Oberflächenwasser kann in großen Mengen eine Gefahr darstellen.
- In dicht bebauten Stadtteilen: Ein hoher Versiegelungsgrad verhindert das Versickern des Wassers und leitet es in die Kanalisation oder über die Oberfläche ab.
- Tiefliegende Räume: Keller, Souterrainwohnungen, Tiefgaragen, Unterführungen und Tunnel sind besonders gefährdet, da Wasser leicht oberflächlich eindringen kann.
- Objekte ohne ausgeprägte Bordsteinkanten: Hier kann wild abfließendes Oberflächenwasser direkt in Gebäude eindringen.
- Räume ohne Rückstausicherung: In tiefliegenden Gebäudeteilen kann Abwasser aus dem Kanalnetz zurückdrücken.
Weitere Faktoren:
Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine Rolle. Ausgetrocknete Böden im Sommer oder bereits gesättigte Böden nach langanhaltenden Niederschlägen können Oberflächenwasser nur schlecht aufnehmen. Darüber hinaus können verstopfte Straßeneinläufe oder Mängel an der Grundstücksentwässerung dazu führen, dass das Wasser sich neue Wege sucht.
Risikoeinschätzung durch Karten:
Um das individuelle Risiko besser einschätzen zu können, dienen Starkregengefahrenkarten als wichtiges Instrument der Klimaanpassung. Für Nordrhein-Westfalen stehen interaktive Webkarten mit Gefahrenhinweisen zur Verfügung.
Diese und weitere hilfreiche Informationen und Leitfäden von Bundesinstituten finden Sie unter "Weitere Informationen".
