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Informations- und Warnsysteme
Ein effektives Krisenmanagement bei Starkregenereignissen basiert maßgeblich auf der frühzeitigen Warnung der Bevölkerung. Es ist daher sinnvoll, Warnsysteme zu nutzen, um sich auf ein bevorstehendes Ereignis vorzubereiten und rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen ergreifen zu können.
Es gibt verschiedene kostenlose und zuverlässige Quellen für Unwetterwarnungen:
- NINA-Warn-App: App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
- KATWARN: Warnsystem des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).
- WarnWetter-App: Des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit detaillierten Wetter- und Unwetterinformationen.
- Lokale Radio- und Fernsehsender sowie Internetportale.
Verhalten während eines Starkregenereignisses
Die Sicherheit hat oberste Priorität. Bleiben Sie über die aktuelle Unwetterlage und angekündigte Warnungen informiert und halten Sie sich möglichst in geschlossenen, sicheren Räumen auf. Verlassen Sie Ihr Zuhause nur, wenn es unbedingt notwendig ist.
Fahren oder gehen Sie nicht durch überflutete Gebiete, insbesondere nicht durch Unterführungen. Die Wassertiefe ist oft schwer einzuschätzen, und es besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko. Halten Sie außerdem Abstand zu Bächen und Flüssen, da diese schnell anschwellen können.
Betreten Sie keine überfluteten Keller oder Tiefgaragen. Es besteht Lebensgefahr durch Stromschläge oder durch Sogwirkungen von hochgedrückten Schachtabdeckungen. Nutzen Sie bei Wassereintritt keine Fahrstühle, die in tiefere Etagen führen könnten, und begeben Sie sich stattdessen in höher gelegene Stockwerke.
Schalten Sie elektronische Geräte aus und ziehen Sie die Stecker aus den Steckdosen, um die Gefahr von Stromschlägen bei Wasserkontakt zu minimieren. Vermeiden Sie außerdem den Kontakt mit Wasser, da es durch starke Niederschläge Schmutz und Schadstoffe enthalten kann.
Verhalten nach einem Starkregenereignis
Nach dem Abklingen des Starkregens sind einige grundlegende Schritte wichtig. Betreten Sie keine unbekannten, überfluteten Bereiche, da sich dort gefährliche Gegenstände oder Stromkabel verbergen können.
Machen Sie eine Bestandsaufnahme der Schäden und fotografieren Sie diese für Ihre Versicherung. Elektrische Geräte sollten nur dann wieder in Betrieb genommen werden, wenn sie nachweislich nicht feucht geworden sind.
Bei Unwetterereignissen kann die Feuerwehr nicht jede Einsatzstelle sofort bedienen, insbesondere wenn Wasser im Keller eigenständig abfließt oder gefahrlos mit eigenen Mitteln beseitigt werden kann. Beginnen Sie mit Abpumparbeiten in Kellern erst, wenn Sie sicher sind, dass der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist, um Schäden an der Bodenwanne des Hauses zu vermeiden.
Lüften Sie betroffene Räume nach der Wasserbeseitigung ausgiebig und nutzen Sie gegebenenfalls Trocknungsgeräte, um Feuchtigkeit zu reduzieren und Schimmelbildung zu vermeiden. Räumen Sie Wasserreste und Schlamm schnellstmöglich aus dem Haus. Entsorgen Sie Schlamm nicht über die Kanalisation, sondern lagern Sie ihn bis zur fachgerechten Entsorgung an einem geschützten Ort.
Verzehren Sie keine Lebensmittel, die mit Hochwasser in Kontakt gekommen sind. Helfen Sie, wenn möglich, auch Nachbarn und anderen Bedürftigen, insbesondere älteren Menschen.
