Ehrenamtliche bei der Pflege von Naturschutzgebieten im Einsatz
Ordentlich geschwitzt haben die Senioren des SGV Bamenohl bei ihrem letzten Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet „Auf dem Hahne“ in Heggen. Statt wie üblich am Mittwochnachmittag durch Wald und Flur zu wandern, trafen sich die zwölf rüstigen Senioren kürzlich in Heggen, um auf der geschützten Kalkmagerrasenfläche Hand anzulegen. „Die sind immer zur Stelle, wenn Naturschutzarbeit ansteht“, so Brigitte Kümhof, Fachkraft für Umweltschutz bei der Gemeinde Finnentrop. Karl-Heinz Biermann, Naturschutzwart der SGV-Abteilung Bamenohl, stößt bei seinen Kollegen immer auf offene Ohren, wenn es darum geht, Mäharbeiten durchzuführen oder Gehölze abzuschneiden.
Im Naturschutzgebiet „Auf dem Hahne“ mussten Äste und Sträucher an den Rand der Rasenfläche geschleppt werden, damit auch in diesem Jahr wieder eine Beweidung mit Schafen stattfinden kann.
So war auch Gerhard Hüttemann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beim Arbeitseinsatz vor Ort. Er hatte die Gehölze bereits Anfang des Jahres abgeschnitten.
Seit über 10 Jahren ist die BUND Kreisgruppe Olpe in die Pflege der Naturschutzgebiete in Heggen einbezogen. Der BUND hat sich die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Schafrassen auf die Fahne geschrieben. Da Schafe bekanntlich fressen müssen, hat es sich angeboten, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Einsatz für die Erhaltung der Schafrassen wird verbunden mit der Beweidung und Pflege von Naturschutzflächen. In Heggen kommt die Weiße Gehörnte Heidschnucke zum Einsatz. Sie ist ausgesprochen genügsam und eignet sich sehr gut zur Hütehaltung. Der BUND hält hier ein genaues Beweidungskonzept ein, denn es darf nicht passieren, dass Orchideen und andere geschützte Pflanzen den Schafen zum Opfer fallen.
Ohne Beweidung müssten die Flächen zur Erhaltung der schützenswerten Vegetation aufwändig mit Freischneider gemäht werden. So erledigen die Schafe die Arbeit. Da die Schafe aber leider keine Sträucher verbeißen, ist alle paar Jahre eine Entbuschung erforderlich. Bei dieser Maßnahme arbeiten BUND, SGV und Gemeinde Finnentrop Hand in Hand.