Das Eschentriebsterben weitet sich immer mehr aus. Die Krankheit befällt sowohl junge als auch alte Eschen. Besonders schade ist es, wenn alte ortsbildprägende Bäume oder alte Baumreihen an Straßen betroffen sind und akuter Handlungsbedarf besteht.
So müssen in der Gemeinde Finnentrop an folgenden Straßen und Wegen teilweise sehr alte Eschen gefällt werden:
- zwischen Weringhausen und Mißmecke
- zwischen Ostentrop und Frettermühle
- an der Ramscheider Straße, Serkenrode
- am Pfad zwischen Heggen und Sange
- an der Glingestraße, Rönkhausen
Bei noch nicht so stark geschädigten Eschen werden zunächst nur abgestorbene Äste beseitigt und Rückschnitte vorgenommen. Da die Krankheit aber in der Regel zum Absterben des Baumes führt, ist die Fällung in den nächsten Jahren bereits absehbar.
Die Arbeiten werden von den Mitarbeitern des Gemeindebauhofes durchgeführt. Bei den Arbeiten kann es kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Im letzten Jahr ist bereits in der sogenannten „Thyssen-Kurve“ an der Bamenohler Straße aufgrund des Eschentriebsterbens der komplette Baumbestand – rund 70 Bäume - beseitigt worden.
Das Eschentriebsterben hat in der Gemeinde Finnentrop wie auch andernorts bereits große Ausmaße erreicht. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Verursacher des Eschentriebsterbens ist ein Pilz mit der Bezeichnung »Falsches Weißes Stengelbecherchen«. Ab Mitte Juli sind an den infizierten Eschen auffällige Welkeerscheinungen zu beobachten, die einen vorzeitigen Blattfall und Kronenverlichtungen zur Folge haben. Der befallene Baum reagiert mit verstärktem Austrieb, wodurch sich die Verzweigungsstruktur der Krone verändert. In der Krone sind „Verbuschungen“ zu beobachten. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung erfolgt in der Regel ein zusätzlicher Befall der geschwächten Pflanze durch sekundäre Rindenpilze und Holzfäuleerreger, so dass der Baum abstirbt.
Wichtig ist es, noch nicht infizierte Eschen zu erhalten und zu fördern, damit Eschen nicht vollkommen aussterben.