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11.03.2014

Kulturgemeinde Finnentrop holt den Hochstapler Felix Krull auf die Bühne

„Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ werden auch die Zuschauer in der Festhalle Finnentrop faszinieren, wenn am Dienstag, dem 18. März 2014 um 20.00 Uhr, der Nichtsnutz, der nur in sich verliebte Unmoralische als Glückspilz durch diese Welt geht und ganz selbstverständlich die Herzen der Menschen gewinnt. Er wird geliebt, trotz all seiner Ungereimtheiten, und auch in Finnentrop wird man ihm verzeihen, weil man ihn ins Herz schließt und ihm absolute Zuneigung und Liebe entgegenbringt.

Die Geschichte vom Leben des Felix, nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann verläuft, kurz zusammengefasst, wie folgt:

Nach dem Tode seines Vaters in der rheinischen Provinzstadt treibt er, der nie mit einer Schule fertig geworden ist, sich in Frankfurt herum. Vom Militärdienst simuliert er sich auf geniale Weise frei (denn Krankheit vorzutäuschen ist er besonders begabt) und kann nun, zirka neunzehnjährig, in Paris eine Stellung antreten, die ihm sein Pate, ein schrulliger Maler, durch seine Verbindungen in einem großen Hotel verschafft hat. Auf der Reise, bei der ‚Douane’, entwendet er einer Dame ein Juwelenkästchen und hat, als Liftboy, dann mit eben dieser Dame ein noch weiter einträgliches Liebesverhältnis. Sie ist sehr reich verheiratet, Dichterin, die in ihm eine Verkörperung des Hermes, des gewandten Gottes der Diebe sieht. So macht er die Bekanntschaft seines mythischen Vorbildes.

Vom Lift wird er nach einiger Zeit als Kellner in den Speisesaal versetzt und lernt dort einen jungen Luxemburger Aristokraten kennen, einen Marquis de Venosta, der häufig das Restaurant besucht, entweder allein oder mit seiner Geliebten, einer reizenden kleinen Chanteuse namens Zaza. Der junge Marquis, reicher Leute Sohn, hat es sich in den Kopf gesetzt, das Persönchen zu heiraten, wovon seine Eltern Wind bekommen. Um ihn aus Paris zu entfernen und ihn von Zaza loszumachen, schreiben sie ihm eine einjährige Weltreise vor, in die er, da ihm sonst Enterbung droht, einwilligt, aber nach einem Ausweg sucht, der es ihm ermöglicht, heimlich bei seiner Geliebten zu bleiben. So kommt es zu einer Verabredung zwischen ihm und Felix, von dem er wie alle Welt sehr angetan ist, dass dieser statt seiner, als Marquis de Venosta, die Reise machen soll, während Louis selbst sich mit seiner Zaza in einer Pariser Vorstadt verborgen hält.

Bleibt nachzutragen, dass Felix Krull auf seiner Reise als Marquis de Venosta den Lissabonner Museumsdirektor Kuckuck kennenlernt, in dessen Haus mit Frau und Tochter anbandelt und vom portugiesischen König empfangen wird. In Lissabon endet der Roman.