Abfischung und Trockenlegung sind bereits im Sommer erfolgt
Am Triebwasserkanal der Wasserkraftanlage Bamenohl in Finnentrop haben Sanierungsarbeiten begonnen. Auf dem rund 80 Meter langen Teilstück zwischen dem bestehenden Betongerinne und dem Durchlass der L 880 (Repetalstraße) wies die Erdböschung zuletzt Erosionen auf, die durch das dort vorherrschende Karstgestein bedingt waren. Nun wird auch in diesem Abschnitt ein Betongerinne errichtet, um die Dichtigkeit des Obergrabens weiterhin zu gewährleisten. Für den reibungslosen Betrieb ihrer beiden Francis-Turbinen ist die mehr als 100 Jahre alte Wasserkraftanlage, die unter anderem die direkt angebundene Kläranlage Lennestadt-Grevenbrück des Ruhrverbands mit regenerativ erzeugtem Strom aus Wasserkraft versorgt, auf die Funktionsfähigkeit des Triebwasserkanals angewiesen.
Der Obergraben wurde in Vorbereitung der Baumaßnahme bereits Mitte Juli 2026 abgefischt und trockengelegt. Ein Bauunternehmen aus Schmallenberg hat den Auftrag für die Tiefbauarbeiten und die Stahlbetonbauarbeiten erhalten. Um den Bauablauf zu beschleunigen, wird das Baufeld in zwei Hälften geteilt. Sobald der Tiefbau inklusive Bodenaustausch und Sicherung des Karstgesteins in der ersten Hälfte abgeschlossen ist, wird der konstruktive Ingenieurbau nachrücken, während der Tiefbau in die zweite Hälfte des Baufelds fortschreitet. Auch der für die Arbeiten benötigte Baukran muss daher mit dem Baufortschritt einmal umgesetzt werden. Die parallel ablaufenden Arbeiten bedingen zwar eine komplexere Baustellenlogistik, sorgen insgesamt aber für eine kürzere Gesamtbauzeit.
Die Baumaßnahme soll – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit – zum Ende des ersten Quartals 2027 fertiggestellt sein. Im Bereich der Baustellenzufahrt, nahe dem Kreisverkehr zwischen B 236 und L 880, kann es zeitweilig zu geringen Einschränkungen des Verkehrs kommen. Eine Baustellenampel ist jedoch nicht geplant.