Integriertes Handlungskonzept Versorgungszentrum Finnentrop geht in die Umsetzung
Vertragsunterzeichnung mit der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft
Im Dezember 2015 hat der Rat der Gemeinde Finnentrop das Integrierte Handlungskonzept (kurz IHK) für das Versorgungszentrum Finnentrop beschlossen. Dort sollen in den nächsten 5 Jahren Projekte und Maßnahmen von rund 9,3 Mio. € umgesetzt werden. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Ertüchtigung des Schulzentrums sowie der gestalterischen und funktionalen Aufwertung öffentlicher Räume. 70% der Kosten übernehmen der Bund und das Land NRW im Rahmen der Städtebauförderung; 30 %, also knapp 2,8 Mio. € steuert die Gemeinde Finnentrop als kommunalen Eigenanteil bei. Einen ersten Förderbescheid über rd. 1,8 Mio. € hat Bürgermeister Dietmar Heß bereits Ende September in Empfang nehmen können.
„Ich freue mich über die Aufnahme in das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ und die Bewilligung für die geplanten Projekte und Maßnahmen des IHK. Mit Eingang des ersten Förderbescheides kann es endlich losgehen“ so Bürgermeister Dietmar Heß.
Eine der ersten Maßnahmen bestand darin, eine personelle und fachliche Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu organisieren, denn es gibt jede Menge Arbeit: Sanierung der Schulen, Neugestaltung der Kopernikusstraße, Aufwertung der Schulhöfe und anderes mehr.
Daher wurde über eine öffentliche Ausschreibung ein Projektsteuerer gesucht, der die Gemeinde Finnentrop bei der Umsetzung des IHK begleitet. Den Zuschlag erhielt die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG aus Bonn, die in den nächsten Jahren die Projektsteuerung der Gesamtmaßnahme sowie das Fördermittelmanagement übernimmt.
Der Betreuungsvertrag wurde gestern im Rathaus der Gemeinde Finnentrop unterzeichnet.
„Mit der DSK haben wir einen erfahrenen und kompetenten Partner für die Umsetzung einer anspruchsvollen Gesamtmaßnahme an Bord“, betonte Bürgermeister Dietmar Heß bei der Vertragsunterzeichnung am heutigen Tag. Rainer Kalscheuer, der als Gebietsleiter der DSK den Vertrag unterschrieb, freute sich indes über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Gemeinde: „Wir freuen uns, die gemeinsam erarbeiteten Ziele des IHK nun auch gemeinsam umsetzen zu können.“
Die DSK hat das Integrierte Handlungskonzept für das Versorgungszentrum erstellt und ist insofern mit den geplanten Projekten und den örtlichen Akteuren bereits vertraut. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. die Zeit- und Maßnahmenplanung, die Koordination der Planungsbeteiligten sowie die Erstellung und Bearbeitung weiterer Förderanträge. Aktuell betreut die DSK in NRW rund 50 Städte- und Gemeinden bei der Vorbereitung und Umsetzung vergleichbarer Stadterneuerungsprojekte.
Und so ging es nach Vertragsunterzeichnung auch gleich an die Arbeit. Bis zum 01.12.2016 muss der nächste Förderantrag für 2017 bei der Bezirksregierung in Arnsberg vorgelegt werden. Vorgesehen sind die energetische Ertüchtigung der Hauptschule und ein erster Bauabschnitt der Kopernikusstraße. Im Rahmen des Förderprogramms „Kleine Städte und Gemeinden“ (KSP) werden neben investiven Maßnahmen zur Anpassung und Erneuerung der Gemeinbedarfseinrichtungen auch die Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung gefördert. So wird es also - wie schon bei der Konzepterstellung – für die Bürgerinnen und Bürger wieder Gelegenheiten geben, sich am Planungs- und Umsetzungsprozess zu beteiligen. Zudem soll Anfang 2017 eine spezielle Webseite eingerichtet werden, auf der alle Projekte und Maßnahmen des IHK verfolgt werden können.